Das ist intelligenter Content – am Beispiel der Tweddle Group

Intelligenter Content kurz erklärt

Der Begriff des intelligenten Contents ist in der Content Strategie schon länger ein Thema. Ann Rockley definiert das Konzept des intelligenten Contents wie folgt:

Intelligent content is content that’s structurally rich and semantically categorized and therefore automatically discoverable, reusable, reconfigurable, and adaptable.
— Anne Rockley

Um Inhalte letztendlich „intelligenter“ zu machen, sollte dieser nicht willkürlich produziert und auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht werden. Intelligenter Content wird so aufbereitet, dass Teile davon in einem neuen Kontext wiederverwendet werden.

Mehr zum Thema Intelligenter Content erfahrt ihr im Blogbeitrag von Ivy Suppan. Gemeinsam mit Ivy entstand dieser Blogpost.

Best-Practice

Ein Best-Practice-Beispiel im Bereich «Intelligent-Content» zu finden, war extrem schwierig. Auf das Beispiel der «Tweddle Group» sind wir dank unserer Dozentin, Rahel A. Bailie, gestossen. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit, mit der Tweddle Group in Kontakt zu treten, um mehr über die Aufbereitung ihres intelligenten Content zu erfahren.

Wer ist das Unternehmen Tweedle Group

Die Tweddle Group ist ein Unternehmen mit Sitz in den USA, das im Automobilsektor tätig ist. Die Tweddle Group schlägt dabei mit auf den User zugeschnittenen Content die Brücke zwischen dem Autobesitzer und dem Autohersteller. Auf der Firmenwebsite beschreibt sich das Unternehmen wie folgt: «Die Tweddle Group steht für Besitzerinformationen. Wir bündeln das gesamte digitale Erlebnis – die App, den Touchscreen und den Online-Auftritt auf intelligente Weise zusammen mit einer Bedienungsanleitung und präsentieren sie dem Kunden mit Kontextbezug. Wir machen Besitzerinformationen zu einem essenziellen Teil des täglichen Lebens der Kunden.»

Tweddle Group und intelligenter Content

Den «Reason-Why» für ihr Business-Modell definiert die Tweddle-Group wie folgt: «Unsere Kunden schaffen herausragende Produkte und wir sorgen dafür, dass ihre Kunden diese Produkte noch mehr lieben.» Die Tweddle Group optimiert beispielsweise die User-Experience von Autohandbüchern. Gemäss Rahel A. Bailie erhält der Autokäufer ein auf sein Auto zugeschnittenes Manual, ohne überflüssige Informationen für andere Konfigurationen des gleichen Autotyps. Der Content ist demzufolge reich an Semantik – damit er automatisch für den jeweiligen Use-Case aufbereitet werden kann (dabei handelt es ich um ein Manual aus Papier). Aber auch im Bereich digitaler Content bietet die Tweddle Group zwei Services an. Anhand von «In-Vehicle-Help» (IVH) kann der Fahrzeugbenutzer über den Touchscreen das Usermanual seines Autos aufrufen. Der Service «IVH» kann auf Wunsch des Auto-Herstellers um weitere Features erweitert werden. Zudem bieten sie eine App-Lösung an, welche Help-Content zum eigenen Auto liefert. Nicht nur das Manual ist vorhanden – anhand Augmented Reality kann der User Key-Features des Autos einfacher kennenlernen, ohne ein abstraktes Manual zu lesen.  Ein nächster Schritt für die Tweddle Group mit ihrem intelligenten Content werden wohl Voice-Applikationen sein. Semantisch reicher Content ist beim Thema Voice von grossem Vorteil.

Was Content Strategen von der Tweddle Group lernen können

Auch scheinbar «langweilige» Produkte können anhand intelligentem Content dem User nähergebracht werden, was einen positiven Image-Transfer für dir Marke mit sich bringen kann. Intelligenten Content gibt es nicht nur Online – in der heutigen Zeit ist qualitativ hochwertiger Helpcontent (online oder offline), der auf die Userbedürfnisse zugeschnitten ist, ein Wettbewerbsvorteil. Die Tweddle Group zeigt auf, dass auch «verstaubte» Inhalte wie ein Manual durch die Inklusion der Usersicht plötzlich sexy und userfreundlich werden können.

worth readingXenia Imbach